Kindertagesstätte Martin-Luther-Park

Mein erster Arbeitstag in der Kita Martin-Luther-Park

Ankommen - Kennenlernen- Einführung - Einarbeitung


Als ich den Kalender gecheckt hatte, war es soweit, der 15. August 2014 stand bereit. Nach dreimonatiger Erholung und Nichtstun wartete eine neue Herausforderung auf mich. Ich hatte in  diesem Jahr mein Abitur in Frankfurt am Main absolviert. Für ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) hatte ich mich bereits Anfang des Jahres bei der Behindertenhilfe Offenbach am Main entschieden.

Vor einer Woche war es dann soweit. Ich erhielt eine E-Mail von Sascha May mit der Info, dass ein erstes Treffen zwischen den FSJlern in der Kita anstand - allerdings ohne Kinder. Ich muss zugeben, ich war ganz schön aufgeregt. Nach drei Monate Leerlauf würde ich nun endlich im Arbeitsleben integriert werden.     

Meine Erinnerungen an den 15. August an einem Freitag sind noch deutlich. Der Treffpunkt war um 8.30 Uhr, was für mich hieß ziemlich früh aufstehen, da ich in Ffm wohne. Mit dem Bus fuhr  ich bis zur Haltestelle „Marktplatz“ und lief noch 10 Minuten zum Otto-Steinwachs-Weg, wo die Kita MLP auf ihre neuen FSJler wartete. Meine Nervosität stieg, aber auch meine Freude und Neugier auf die neue Aufgabe. Fragen schwirrten mir durch den Kopf: Wie werden die anderen FSJler sein, mit denen ich das folgende Jahr verbringe? Wie werden wir aufgenommen? Wie sind die Umstände? Wie sind die Kinder? etc.

Vor der Eingangstür angekommen und klingelte. „Hallo?“- „Ja, hallo. Hier ist die neue FSJlerin. Lizzy ist mein Name.“ - „Komm rein.“ Jetzt war ich erst einmal drin und es stand auch schon eine weitere Neue im Eingangsbereich. Ich war erleichtert. Zu zweit ist nervös sein leichter zu ertragen. In einem Personalzimmer warteten wir wiederum und zwar auf die restlichen „Beginner“.
In der Zwischenzeit stellten sich uns Sascha May und Lisa Jäger vor. Beide sind stellvertretende Leiter in der Kita MLP. Ein weiterer Stein fiel mir vom Herzen, denn beide waren total locker, offen und sympathisch. Nachdem alle eingetroffen waren, begann die Vorstellungsrunde. Eine sehr informative Power-Point-Präsentation informierte uns über die Konzeption der Kita. Es folgte eine Medikamenteneinführung, falls ein Notfall eintreten sollte. In Bezug auf die Vorbereitung für meinen ersten Arbeitstages mit Kindern war ich erfüllt von Elan und zuversichtlich. Außerdem machten die Informationen Lust auf die Zusammenarbeit mit Kindern.

Jetzt stand erst einmal das Wochenende vor der Tür und die neuen Eindrücke konnten verarbeitet werden. Was mich allerdings doch etwas schockte, waren die Arbeitszeiten! Nun gut, sollten die Arbeitstage genauso vergehen wie heute, dann hatte ich keinerlei Bedenken.

Am Montag war es soweit, der erste Tag mit Kindern! Auf der Fahrt zur Kita beschäftigten mich Gedanken. Durch die Eingangstür getreten sah ich weitere mir unbekannte Gesichter. Nachdem es ein wenig chaotisch zuging, ging es los zu den Bustransportern. Die Kinder müssen ja schließlich in die Kita kommen. Für mich eine aufregende neue Aufgabe. Ich war gespannt auf die integrativen Kinder und freute mich. Zurück in der Kita lernten wir die für uns bestimmte Gruppe kennen. Ich war der Erdmännchen-Gruppe zugeteilt. Erzieherinnen und Kinder begrüßten mich freundlich. Was ein schöner positiver Anfang, ich fühlte mich sehr gut aufgenommen. Meine Anleiterin konnte mich in aller Ruhe einweisen, denn in den Ferien waren noch nicht alle Kinder in der Kita. Wo unter anderem Windeln, Spielzeug, Bastelkram, usw. zu finden sind, bekam ich gezeigt. Anhand von Bildern lernte ich alle Kinder kennen. Von den integrativen Kindern waren erst zwei in der Gruppe und ich war doch so gespannt auf diese. Die beiden behinderten Kinder schloss ich bereits nach einer Stunde ins Herz. Ich war erstaunt, wie offen Kinder doch sind, und wie direkt sie mich ins Spiel einbinden. Was mir besonders gut gefiel, war das Angebot, dass ich jederzeit Fragen stellen kann. Das beruhigt ungemein. Insgesamt verhielt ich mich noch passiv und hatte erst einmal in den Kita-Alltag hinein geschnuppert, d.h. mir wurde gezeigt, wie ein typischer Kita-Alltag funktioniert:
Zuerst wird gefrühstückt, danach folgt der Morgenkreis, dann selbstständiges Spielen der Kinder im Garten oder im Gruppenraum, Mittagessen um 12 Uhr, erneutes Spielen und gegen 14 Uhr werden die integrativen Kinder nach Hause gefahren.

Letztlich war ich erstaunt, wie schnell der Tag verging und ich war froh, dass ich mich für ein FSJ entschieden habe. Meine Erkenntnis darüber gleich am ersten Tag fand ich bemerkenswert und ich freute mich auf die weiteren Tage.

Lizzy R.

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Tel. 069/8090969-17
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