Leon H. u.Steffen H., November 2014

Wie ist es als einziger FSJler in einer Wohngruppe zu sein?

Freiwillige aus der Wohngruppe Offenthal und Rodgau


Leon H. und Steffen H. machen einen Freiwilligendienst in einer Wohngruppe, wo sie die einzigen FSJler sind. Leon arbeitet in der Wohngruppe Offenthal, wo es acht Bewohner/innen gibt. Steffen ist in der Wohngruppe Rodgau-Jügesheim mit 13 Bewohner/innen. Beide haben sich im Rahmen eines Seminares darüber ausgetauscht, was es konkret bedeutet, der einzige FSJler in einer Wohnbgruppe zu sein:

Für uns hat sich herausgestellt, dass das alleinige Arbeiten in einer Wohngruppe diverse Vorteile aber auch einige Nachteile mit sich bringt. Als ein Vorteil sehen wir das selbstständige Arbeiten an, da wir uns unsere Arbeit selbst einteilen können und diese auch nach unserem persönlichen Ermessen ausführen können. Des Weiteren kann man so besser aktiv an der Gestaltung des Freizeitangebotes der Bewohner mitwirken und als verhältnismäßig jüngerer Mitarbeiter altersspezifische Aktivitäten einbringen. Den Bewohner Vorschläge machen, wie sie ihr Zimmer ordentlicher und sauberer halten.
Die Mitarbeiter fassen das als sehr positiv auf und lassen uns so mehr Spielraum, um noch mehr Ideen einzubringen. Ein weiterer Punkt ist, dass die Bewohner selbstständig auf uns zu gehen und fragen, wie sie ihrer Probleme lösen können.

Die Mitarbeiter informieren einen sehr ausführlich, wie es mit den einzelnen Bewohnern im Moment aussieht. Wir informieren die Mitarbeiter über die Auffälligkeiten, die uns im persönlichen Kontakt mit den Bewohnern über den Tag aufgefallen sind.

Als Nachteil empfinde ich (Steffen) die mangelnde Flexibilität  bezüglich der Arbeitszeiten. Da man der einzige FSJ ler in der Einrichtung ist, kann man keine Früh- oder Spätschicht machen. Das heißt, dass man seine Dienste größtenteils nach der Haupteinsatzzeit richten muss, in denen die Bewohner in der Wohngruppe sind.

Zusätzlich kann man sich nicht mit den anderen FSJ lern über die Arbeit austauschen. Man kann sich kein Feedback von einem anderen FSJ ler abholen und fragen, ob er genau so reagiert hätte oder anders auf die Situation.

Da wir alleine arbeiten, haben wir mehr Freiheiten hinsichtlich des Einbringens von Ideen in der Freizeitgestaltung und beim Essen. Wir können aktiv an einer Ernährungsgestaltung der Bewohner mitwirken, indem wir mit ihnen kochen.

Die Mitarbeiter behandeln uns genau so wie einen Betreuer. Man kann bei jedem Problem nachfragen und wenn man Hilfestellung braucht, bekommt man sie auch.

Die Grundvoraussetzung bei unserer Arbeit, ist das wir viel selbstständig arbeiten und auch selber erkennen, was zu tun ist.

Leon H. und Steffen H.

<- Zurück zu: Erfahrungsberichte von Freiwilligen

Jetzt bewerben!

Anrufen, mailen oder eine Brieftaube schicken:

Förderung

Das FSJ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Hessischen Sozialministerium gefördert.

Folge uns:
Adresse

Fachdienst Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ):
Verein Behindertenhilfe
in Stadt und Kreis Offenbach e.V.
Fachdienst Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Ansprechpartnerin:
Claudia Kamer
Ludwigstraße 136
63067 Offenbach
Tel. 069/8090969-17
c.kamer@behindertenhilfe-offenbach.de