Robert Junghans, 21 Jahre, März 2013

Wenn das Studium nicht das Richtige ist, kann ein FSJ weiterhelfen

"Wer offen ist für Neues, ist beim FSJ richtig!"

Als ich im Jahr 2011 die Fachoberschule beendete, entschied ich mich dafür an einer Fachhochschule Informatik zu studieren. Dies entsprach aber nicht meinen Vorstellungen, deshalb habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut. Eigentlich wollte ich daraufhin eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich anfangen. Da aber schon die meisten Ausbildungsplätze vergeben waren, habe ich mich im Internet nach einer Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr umgeschaut, damit ich mich für eine Ausbildungsstelle für das kommende Jahr umsehen kann. Daraufhin bin ich auf die Behindertenhilfe Offenbach gestoßen, was mir sofort zusagte. Obwohl ich vorher nie etwas mit behinderten Menschen zu tun hatte, entschied ich mich in diesem Bereich neue Erfahrungen zu sammeln. Nachdem ich meine Bewerbung abschickte, wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dort wurden mir die verschiedenen Einsatzstellen vorgestellt. Ich entschied mich für den Ambulanten Dienst, weil ein Freund seinen Zivildienst dort zuvor absolvierte, welches er sehr positiv erlebte.

Im Ambulanten Dienst werde ich hauptsächlich als Integrationshelfer an einer Regelschule und in den Familienunterstützenden Hilfen eingesetzt.
Als Integrationshelfer betreue ich einen Jungen mit seelischer Beeinträchtigung, der die 6. Klasse einer Gesamtschule besucht. Meine Aufgaben liegen darin, ihn im Unterricht zu unterstützen, zum Beispiel bei der Organisation der Unterrichtsmaterialien sowie bei der Erklärung der Aufgabenstellungen im Unterricht und bei Klassenarbeiten. Außerdem gehören die Begleitung in die Pausen, in die Hausaufgabenbetreuung und bei Klassenausflügen zu meinen Tätigkeiten. Diese Aufgaben machen riesigen Spaß, weil man den Betreuenden und die Klassenkameraden immer besser kennenlernt und jeden Tag etwas Neues erlebt. Außerdem ist es total interessant die Klasse aus einer anderen Perspektive zu sehen, nachdem man früher immer in Richtung Tafel saß. Erst jetzt habe ich bemerkt wie viel die Lehrer doch von den Schülern im Unterricht mitbekommen. Man arbeitet eng mit den Lehrern, Förderlehrern und Eltern zusammen, welches sich positiv auf den Schüler auswirken kann und ich selbst kann auch mitwirken. Außerdem hatte ich das Glück an einer Klassenfahrt teilzunehmen, was auch herausfordernd war, aber großen Spaß machte.

Bei den Familienunterstützenden Hilfen werde ich in der Einzelbetreuung junger Erwachsener zu Hause eingesetzt. Hierbei liegt der Schwerpunkt in der Freizeitgestaltung sowie der Unterstützung der Selbstständigkeit. Dort betreue ich zwei behinderte Jungen, mit denen ich Verschiedenes unternehme,  z .B. ins Schwimmbad gehen, Fußball spielen, beim Einkaufen im Supermarkt unterstützen etc.
Zusätzlich bin ich noch bei weiteren verschiedenen Gruppenaktivitäten dabei wie z.B. Partyzeit oder Freizeitangebot mit Programmpunkten wie Diskobesuche, Bowling spielen oder ins Kino gehen.

Sehr interessant sind die Seminare. Man lernt vieles über die verschiedenen Behinderungen, bei denen ich sehr viel mitnehmen konnte. Außerdem besteht die Möglichkeit Erfahrungen mit den Seminarleitern und  anderen FSJlern auszutauschen.

Bei der Behindertenhilfe herrscht eine absolut familiäre und harmonische Atmosphäre. Die Mitarbeiter haben immer ein offenes Ohr und sind bereit Kompromisse einzugehen.

Abschließend möchte ich nochmal festhalten, dass Ich in den letzten Monaten sehr viel im Umgang mit behinderten Menschen gelernt habe. Es macht riesigen Spaß, zu sehen welche Entwicklungen die Nutzer machen, auch durch mein eigenes einbringen.  Man kommt mit vielen neuen Menschen in Kontakt. Es kann natürlich auch zu Herausforderungen kommen, bei denen man allerdings nicht alleine gelassen wird, wenn man alleine nicht damit zurechtkommt.
Ich bin mit nicht mehr als meiner Offenheit und Neugier an die Sache herangegangen, habe dabei so viel mehr über meine Stärken und Schwächen herausgefunden und  gleichzeitig gelernt meine Schwächen zu verbessern.

Meiner  Ansicht nach ist das Freiwillige Soziale Jahr die ideale Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und sich einen Einblick ins Berufsleben zu verschaffen. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen, der wie ich offen für Neues ist.

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Fachdienst Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

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