Spyridoula T., November 2015

Seit Oktober 2015 in der Kita Tabaluga


Als Quereinsteigerin in der Kita Tabaluga

 
Ich bin erst seit Oktober 2015 als FSJlerin in der Kita Tabaluga, einer integrativen Kindertagesstätte für Regelkinder und Kinder mit Behinderung, tätig. Als Quereinsteigerin war ich bei den Einführungsseminaren nicht dabei und wurde sozusagen ins kalte Wasser geworfen.

Bevor ich das FSJ begonnen habe, was eine relativ spontane Entscheidung war, hatte ich extrem viele Vorurteile, wie zum Beispiel, dass ein FSJ reine Zeitverschwendung ist, man sonst entweder nur mit den Kindern ein bisschen spielt und sonst nur Drecksarbeit macht. Um ehrlich zu sein, hatte ich die Arbeit der Erzieherinnen bis dato völlig unterschätzt und mir war nicht bewusst, wie viel Arbeit, Organisation und vor allem auch Herzblut dahintersteckt.
Auch ich habe sehr vielfältige Aufgaben, wie zum Beispiel den Transport der Kinder mit Behinderung in der Bustour. Organisatorische und auch hauswirtschaftliche Arbeiten werden zum Teil auch von den FSJ-lern erledigt. Generell erfordert die Arbeit in der Kita viel Organisationstalent und vor allem auch Absprache unter den Kollegen. Natürlich kümmere ich mich auch um die Kinder, spiele mit ihnen, füttere sie und helfe ihnen bei der Körperpflege. Jedoch sind meine Aufgaben sehr vielfältig gestaltet, was ich auch gut finde.

Die Erzieherinnen standen mir bei Fragen und Bedenken immer zur Seite und ließen mir anfangs auch die nötige Zeit und den Freiraum, mich erst einmal einzufinden, die Kinder und natürlich auch den Tagesablauf kennenzulernen. Auch die Kinder zu beobachten, wie sie sich in verschiedenen Situationen verhalten, gehört zu meinen Aufgaben. Ich muss dazu auch noch sagen, dass ich vor meinem FSJ noch nie etwas mit Kindern zu tun hatte und dies auch nicht wollte. Ich war der Meinung, ich könne nicht mit Kindern umgehen, da mir die nötige Geduld fehle. Deshalb sah ich dieses FSJ auch als Herausforderung für mich selbst an, um mich besser kennenzulernen und daran zu wachsen als Mensch. Ich versuche dadurch zu lernen, in schwierigen Situationen besser zu reagieren und geduldiger zu sein.
Ehrlich gesagt war dies am Anfang auch sehr schwer für mich und ich wusste nicht genau, was ich tun und wie ich reagieren soll, da ich ja noch nie im pädagogischen Bereich tätig war und mir das Gefühl fehlte. Jedoch wurde ich durch meine Kolleginnen in der Gruppe ermutigt, unterstützt und auch gelobt, wenn ich in einer pädagogisch schwierigen Situation richtig reagiert habe, was mir natürlich Selbstvertrauen und Motivation gegeben hat.

Da ich ja in einer integrativen Tagesstätte beschäftigt bin, wo Regelkinder und Kinder mit Behinderung gemeinsam in den Gruppen sind, finde ich es auch sehr interessant, zu beobachten, dass es keinerlei Ausgrenzung oder Berührungsängste von Seiten der Regelkinder gibt. Dies ist für mich eine sehr schöne Entwicklung und ich bin deshalb der Meinung, dass jede Kindertagesstätte eine integrative sein sollte.
Es gibt neben der Arbeit, die erledigt werden muss, jedoch auch sehr schöne zwischenmenschliche Momente zwischen mir und den Kindern. Wenn sie einem Zuneigung geben, sich freuen dich zu sehen und du erfährst, dass sie daheim von dir gesprochen haben, gibt dir dass ein schönes Gefühl und du merkst, dass deine Arbeit einfach sinnvoll ist. Auch die Kinder mit Behinderung, die einem vielleicht nicht auf normalem Wege zeigen, dass sie dich gerne haben, sondern durch ein Lächeln oder einfach nur mit einem Strahlen in den Augen, wenn sie dich sehen, sind die Arbeit einfach komplett wert .

Spyridoula T.

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