Sarah E., 16 Jahre, Dezember 2013

Mit 16 Jahren nochmals in die 1. Klasse

Hallo, mein  Name ist Sarah, ich bin 16 Jahre alt und habe gerade meinen Realabschluss gemacht.

So wie wahrscheinlich einige andere habe ich nicht gewusst, beziehungsweise konnte ich mich auch teils nicht entscheiden, was ich machen möchte. Immerhin ging ich 10 Jahre in die Schule und brauchte erst mal eine Pause, bevor ich mein Abitur beginnen möchte.  Ausbildung? Ja, das war eine Möglichkeit für mich, nur welche? Ich habe so viele Interessen, die ich später mal zum Beruf machen möchte.
Da meine Mutter regelmäßig mal in die Zeitung schaut, kam ich auf einen interessanten Zeitungsartikel, der mich schlussendlich dazu gebracht hat, mich beim Verein der Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach um ein Freiwilliges Soziales Jahr zu bewerben. Ich bekam auch nach nicht langer Zeit eine Mail zu einem Bewerbungsgespräch. Natürlich war ich sehr aufgeregt, aber als ich dann zum Gespräch und ins Gebäude kam, fühlte ich mich direkt wohl. Die Mitarbeiter waren nett und vor allem hilfsbereit, da ich erst nicht wusste, wo ich hin musste, sie sich aber auch sehr darum bemüht haben, mir weiterzuhelfen. Jedenfalls ist alles gut gelaufen und ich habe eine Stelle beim Ambulanten Dienst als  Integrationshelferin bekommen. Das heißt, ich begleite täglich ein junges Mädchen, das die 1. Klasse besucht. Es bereitet mir täglich aufs Neue einen riesen Spaß.
Es gibt unterschiedliche Aufgaben beim Ambulanten  Dienst. Ich persönlich habe als Hauptaufgabe zum ersten natürlich  „mein Kind“ in der Schule zu begleiten und an ihrer Seite zu stehen. Zum zweiten gehe ich auch manchmal in die Nachmittagsbetreuung oder zu den Gruppenangeboten, wo dann mehrere Kinder auf mich treffen.

Seminare habe ich auch sehr oft, aber ich muss gleich dazu sagen, die sind sehr interessant und das ich auch wirklich aufmerksam aufpasse, wobei ich auch beichten muss, dass ich mir nicht  sehr gerne Vorträge anhöre.

Noch einmal zur Schulbetreuung. „Mein Kind“ ist 7 Jahre alt und geht in Langen in eine Grundschule. Das Mädchen ist gerade in die erste Klasse gekommen. In der Klasse ist auch gleichzeitig eine Förderlehrerin, die mich sehr gut in die Begleitung des Kindes eingearbeitet hat. Am Anfang war sie noch öfters da, aber da sie mich mit der Zeit gut eingearbeitet hat, kann ich auch an manchen Tagen allein mit der Klassenlehrerin in der Klasse sein. Die Schule beziehungsweise die Lehrkräfte kümmern sich sehr engagiert, um mir oder dem Kind zu helfen, was ich persönlich super finde!
Was mir am meisten gefällt ist zu sehen, wie sich Kinder entwickeln und vor allem, was wir/ich dazu beitragen kann. Es ist immer aufs Neue schön zu sehen, wie weit oder wie gut sie schon die Buchstaben oder die Zahlen kann/können. Ich wohne in Offenbach und wie erwähnt ist die Schule in Langen. Das bedeutet einen  langen Fahrweg für mich, aber ich freue mich jeden Morgen darauf,  „meinem Kind“ in die Augen zu schauen und zu sehen, wie glücklich sie ist, mich an ihrer Seite zu haben.

Im großen und ganzen, kann ich einfach nur sagen, das dieses FSJ mir sehr viel beibringt  und ich viel dazu lerne, womit ich nicht  gerechnet habe. Ich habe so viel Spaß und Freude daran. Ich kann es einfach nur empfehlen. Hier kann man eine Menge Erfahrungen sammeln.

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Förderung

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Verein Behindertenhilfe
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Fachdienst Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

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Tel. 069/8090969-17
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