Janina F., März 2017

Erfahrungen aus dem Alltag der Kindertagesstätte

FSJlerin Janina macht ein FSJ in der Integrativen Kindertagesstätte Martin-Luther-Park in Offenbach.


Erfahrungen rund um das FSJ

Erwartungen an die FSJ-Zeit

Ich hatte die Erwartung in erster Linie heraus zu finden, ob es etwas für meine berufliche Zukunft ist. Ob ich den langen Weg der Ausbildung gehen will, um Erzieherin zu werden. Bevor ich das FSJ gemacht habe, habe ich mich für andere Ausbildungen beworben. Aber da mir das Umgang mit Kindern schon immer sehr viel Spaß gemacht hat, ist das somit die beste Chance heraus zu finden, ob es etwas für mich ist. Ich fing das FSJ auch noch mit der Erwartung an, nicht zu viel Respekt vor der Arbeit mit den Integrationskindern zu haben und ihnen gegenüber offen zu sein. Und eine Erwartung von mir war noch, einfach viel Spaß zu haben, was dann aber ganz leicht umzusetzen war.  
In der Kita haben sich meine Erwartungen erfüllt. Ich habe herausgefunden, dass ich die Ausbildung zur Erzieherin machen möchte. Die Erfahrungen dann in der Kita mit den Integrationskindern waren ganz anders als erwartet. Man muss zwar anders auf sie achten wie auf Regelkinder, aber sie erfreuen mich genauso an diesem „Beruf“ wie andere auch und es ist auch gar nicht so schwer mit ihnen um zugehen, nur weil manche vielleicht nicht reden können.

Umgang mit Konflikten unter den Kindern

Es kommt darauf an, ob ich den Konflikt gesehen habe oder nicht. Wenn wir jetzt zum Beispiel draußen mit den Kindern sind und ein Kind fährt auf den begehrten "roten" Rädchen und ein anderes Kind kommt und schubst das andere Kind runter, nur weil es jetzt gerne mit dem Rädchen fahren möchte und ich es sehe. Dann gehe ich zu ihnen und rede mit dem Kind, dass es so nicht geht und sie sich ja abwechseln können nach 5-10 Minuten und dann auch mal das andere Kind dran darf. Damit jedes Kind mal die Chance hat, mit dem Rädchen fahren zu können. Wenn ich etwas nicht gesehen habe und nur eine große Diskussion herrscht, dann frage ich die beiden Kinder, was denn passiert sei und versuche dann eine Lösung zu finden.

Rolle als Vorbild

Es ist jetzt schon ein anderes Gefühl, von den Kindern beachtet zu werden und die Rolle des Vorbilds einzunehmen. Bis jetzt hatte ich immer nur die Erfahrung in der Schule gemacht, unter den Lehrern zu stehen. Jetzt merke ich jeden Tag aufs Neue, dass ich eine Vorbildfunktion für viele Kinder habe. Sie fragen mich bei Sachen, ob ich ihnen helfen, mit ihnen etwas spielen oder bei irgendwelchen Entscheidungen helfen kann. Oder sie einfach mal in den Arm zu nehmen, wenn sie traurig sind.

Es ist einfach ein schönes Gefühl zu wissen, dass man Kindern helfen und ein Vorbild für sie sein kann.

Janina F.

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