David K., November 2014

Ausflug mit Hindernissen - Bewohner haben trotzdem viel Freude

Mit der Barrierefreiheit hat es nicht so richtig geklappt!


Besuch des Frankfurter Flughafen 

Kurz nach dem ich mein FSJ im Wohnverbund Obertshausen begonnen hatte, wurde ich auf einen sowohl spaßigen als auch chaotischen Ausflug mitgenommen. Das Ziel des Ausflugs war es, Flugzeuge am Frankfurter Flughafen zu sehen.

Also haben wir uns mit fünf Betreuern und ungefähr neun Bewohnern auf den Weg zum Frankfurter Flughafen gemacht. Wir warteten auf alle Bewohner, die noch arbeiten waren und flogen gegen 17.00 Uhr aus. Einer unserer fünf Betreuer ist mit seinem Privatfahrzeug, in welches fünf Personen passen, zum Bahnhof in Obertshausen gefahren. Er hat so viele Bewohner mitgenommen, wie sein Auto tragen konnte. Insgesamt hatten wir vier Rollstuhlfahrer dabei. Der nette Betreuer nahm einen davon mit. Der Rest der Gruppe, der nicht mit fahren konnte, lief zum Bahnhof. Wir wollten von Anfang an mit der Bahn fahren, weil manche Bewohner sich darüber freuen würden. Wir dachten uns, der Weg ist eine Art Ziel. Und damit hatten wir Recht. Die Bewohner freuten sich riesig!

Also trafen wir uns alle am Bahnhof und fuhren zum Marktplatz in Offenbach. Eine Bewohnerin war über Nacht bei ihrem Freund in Offenbach gewesen. Also sammelten wir sie dort ein. Dann ging es endlich los in Richtung Flughafen. Dort angekommen hatten alle Hunger, also sind wir strikt zum Mc Donalds gegangen. Ich respektiere meine Kollegen sehr, da sie es schafften alle Bestellungen, die durcheinander gerufen wurden, zu notieren. Auch das Abrechnen am Ende des Tages regelten sie ohne Probleme. Alle Bewohner strahlten vor Glück. Mit Essen vor ihnen am Frankfurter Flughafen. Sobald alle ihr Fett triefendes Essen verputzt hatten, suchten wir einen Ort, an dem wir Flugzeuge sehen konnten. Der Plan war, die Bahn innerhalb des Flughafens zu nehmen. Doch Angestellte sagten uns, dass man in der Bahn kaum etwas zu sehen bekommt. Sie gaben uns einen Toilettenvorraum an, auf dem man eine gute Sicht auf die Rollbahn haben soll. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Als wir ankamen sah jeder zwei Minuten aus dem Fenster und wollte nicht mehr. Sie waren alle glücklich, da sie wenigstens etwas sehen konnten.

Dann machten wir uns auf den Rückweg und der Spaß begann. Wir kamen zu Gleis 1 am Flughafen und es waren keine Aufzüge zu sehen. Wir fragten zwar das Personal, aber die sagten uns, es gäbe keine. Wir mussten alle vier Rollstuhlfahrer samt Insassen runter tragen. Ein paar Polizisten bemerkten uns und halfen. Wir waren sehr dankbar. Und trotz der Krise waren alle super drauf. Die Bahn brachte uns zum Frankfurter Hauptbahnhof. Wir wollten die Regionalbahn nach Obertshausen nehmen, da es schon relativ spät war. Es gab nur ein Problem. Der Fahrstuhl war defekt. Nun mussten wir mit der Straßenbahn zur Konstablerwache fahren. Die Betreuer waren ein wenig genervt, aber alle Bewohner waren sehr gut drauf. Bei der Konstablerwache angekommen mussten wir noch 50 Minuten auf unsere Bahn warten. Als sie schließlich kam und wir alle wieder in Obertshausen waren, nahm der Betreuer, der nachmittags mit dem Auto zum Bahnhof gefahren war, alle Betreuer bis auf mich mit zum Wohnheim. Dort holten sie alle zur Verfügung stehenden Autos. Ich passte auf die müden aber trotzdem gut gelaunten Bewohner auf. Sie holten uns gegen 01.30 Uhr ab und wir fuhren zurück zum Wohnheim.

Jetzt mussten wir alle Bewohner noch ins Bett bringen. Um 02.00 Uhr waren wir endlich fertig und alle lagen glücklich und zufrieden im Bett. Trotz der Strapazen war es ein super Ausflug, bei dem jeder einzelne Spaß hatte.

David K.

<- Zurück zu: Erfahrungsberichte von Freiwilligen

Jetzt bewerben!

Anrufen, mailen oder eine Brieftaube schicken:

Förderung

Das FSJ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Hessischen Sozialministerium gefördert.

Folge uns:
Adresse

Fachdienst Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ):
Verein Behindertenhilfe
in Stadt und Kreis Offenbach e.V.
Fachdienst Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Ansprechpartnerin:
Claudia Kamer
Ludwigstraße 136
63067 Offenbach
Tel. 069/8090969-17
c.kamer@behindertenhilfe-offenbach.de